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Arzt als Totengräber für Isny bezeichnet

Der Kreistag hat scharfe Kritik an Kreisrat Peter Clement geübt. Wegen seiner Äußerungen in einem Leserbrief bezeichnete ihn CDU-Fraktionsvorsitzender Roland Bürkle als "Totengräber" für das Krankenhaus Isny.

Unter der Überschrift "OSK verspielt letzten Rest Glaubwürdigkeit" veröffentlichte die SZ-Lokalausgabe Isny am 8. Mai einen Leserbrief Peter Clements. Darin kritisiert der Kreisrat und Arzt aus Isny, dass "ohne Information der Öffentlichkeit und sogar der Isnyer Haus- und Fachärzte" die Ambulanz des Isnyer Krankenhauses nachts geschlossen worden sei. "Wer ab 22 Uhr Hilfe in der chirurgischen Ambulanz des Krankenhauses sucht, wird unverrichteter Dinge wieder weitersuchen müssen", schreibt Clement. Eine problemlose Versorgung von Knochenbrüchen oder Wundversorgung unter Kurznarkose sei "nicht mehr möglich". Clement kommt zu dem Schluss: "Die Maßnahmen rauben dem Haus so sicher den letzten Lebensnerv, dass nur noch der Termin der Kommunalwahl abgewartet werden muss, um dann den Rest auch noch abwickeln zu können."

Missverständnisse in der OSK

Kreisrat Wolfgang Dieing (ÖDP) übte Kritik an der Form, wie Clement seine Kritik vortrug. Es wäre besser gewesen, mit den Verantwortlichen zu sprechen, sagte der in Isny tätige Notarzt. Es stimme nicht, dass die Ambulanz nachts schließt. Anders lautende Aussagen beruhten auf Missverständnisse innerhalb der OSK. Diese habe er im Gespräch mit OSK-Geschäftsführer Ulrich Kerle ausgeräumt. "Die Leute können mit jeder Beschwerde ins Krankenhaus Isny kommen, rund um die Uhr", betont Dieing. Die Kurzzeit-Chirurgie beschränke Operationen nicht auf Montag und Dienstag. Dies sei mit dem Auftreten der Krankheiten auch nicht vereinbar, Kerle habe dies anerkannt. Es werde auch am Freitag niemand abgewiesen.

"Es würde mich freuen, wenn die Beschlüsse des Kreistags tatsächlich umgesetzt werden", antwortete Clement auf Dieings Äußerungen im Kreistag. In der Realität habe sich dies jedoch anders entwickelt. Bis 30. April seien die Mitarbeiter nicht darüber informiert worden, wie der Dienstplan am 1. Mai aussieht. Clement: "Das ist unzumutbar und dilettantisch."

"Nestbeschmutzer"

CDU-Fraktionsvorsitzender Roland Bürkle bezeichnete Peter Clement als "Nestbeschmutzer". Die Kritik des Arztes und SPD-Kreisrats helfe den Mitarbeitern und der künftigen Struktur des Krankenhauses nicht weiter. "Sie treiben die Leute in andere Krankenhäuser." Bürkle wörtlich: "Sie sind der Totengräber des Krankenhauses Isny."   (szon)



 


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